Salzburger Nockerl

Salzburger Nockerl

Gaisberg, Mönchsberg und Nonnberg im Pfandl

Die idealen Salzburger Nockerl, sagt man, sollen aussehen wie ein Gebirge zu Winterbeginn: leicht überzuckert aber keineswegs verschneit.
War es wirklich die fürst-erzbischöfliche ‚Mesalliance’ Salome Alt, die ihrem Wolf Dietrich von Raitenau sein Geschenk des Schlosses Mirabell mit der Erfindung der Salzburger Nockerl dankte?
Manche Volkskundler meiner allerdings, es handle sich bei dieser Legende um eine erfundene Geschichte, da ja zur Zeit Salome Alt’s Öfen mit Oberhitze noch nicht erfunden waren und somit konnte es keine Salzburger Nockerl geben.
Doch auch der volkstümliche Versuch, die Salzburger Nockerl von ihrem Renaissance Denkmal mitten ins neunzehnte Jahrhundert zu stoßen, glückte nicht wirklich. Die wahren und echten Salzburger Nockerl bereitet man nämlich – so meine zumindest einige radikale Vertreter der reinen Nockerllehre – nicht im Backrohr, sondern im Pfandl zu und dazu braucht’s keine Oberhitze. Was freilich auch schon Salome Alt klar gewesen sein könnte.

Zutaten für 3 große Nockerl:
7 Eiklar
2 Eidotter
100 g Kristallzucker
20 g Mehl, glatt
1 EL Vanillezucker
Butter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

Eiklar unter ständiger Zugabe von Kristallzucker zu festem Schnee schlagen, Vanillezucker und Eidotter einrühren. Mehr vorsichtig unter die Masse heben. Eine flache Platte mit Butter bestreichen, die Nockerl pyramidenförmig darauf setzen und im vorgeheizten Backrohr (200°C) für etwa 9 Minuten backen. Mit Staubzucker bestreun und sofort servieren.

Servieren Sie die Nockerl mit eine Beerensauce!

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